Home Page
Introduction
History of a Myth
Partnership
Events
Archives
Links
Galleries
Contact Us
   
Languange  
 
 
   
 
 
Arcadia Project is
funded from EU by
the Culture 2000
Programme
 Articles
This section includes usefull articles about the major domains in bussiness advisor area.
Search for an article
Type Keyword    
DER FOREZ - das Land der Astrée
Date Submitted: 30/07/2007 Date Last Modified: 31/07/2007

Der im 17. Jahrhundert europaweit bekannte Roman „L’ Astrée“ von Honoré d‘Urfé, in dem auch
die Landschaft des Forez beschrieben wurde, ist heute nahezu vergessen. Deshalb verfolgt der
Gemeindeverband (Communauté de Communes), der sich bei seiner Gründung 1995 den Namen
„Land der Astrée“ (Pays d’Astrée) gab, das Ziel, durch Schaffung eines Wegenetzes –„Die Wege der
Astrée“– den Roman Spaziergängern und Wanderfreunden zugänglich zu machen, indem die
realen und literarischen Orte miteinander verbunden werden.

 


 

Die ruhige Landschaft des Forez ruft auch heute noch die Erinnerung an das Harmoniebestreben
im Roman wach. Das reiche kulturelle Erbe des Forez spiegelt die mehrtausendjährige Geschichte
wieder: Kirchen, Klöster und Burgen liegen am großen mittelalterlichen Handelsweg des Forez.
Das Schloss Bastie d’Urfé verdankt seinen Zauber beispielsweise der Architektur und Kunst der
italienischen Renaissance.

 


 

Seit 2002 werden nach und nach Rundwanderwege angelegt. Steinsäulen mit Lesepulten, auf
denen Auszüge aus „L’Astrée“ stehen, laden zur Lektüre ein. Ein jeder kann so in der tatsächlichen
Landschaft von dieser universellen Liebesgeschichte träumen und die Botschaft des Romans entdecken: Liebe, Glück, Frieden und Gerechtigkeit.

 


 

Ein erster Rundweg ist im Juni 2004 anlässlich des Besuchs einer griechischen Delegation aus
Arkadien eröffnet worden. Weitere Wege sind inzwischen hinzugekommen: die Verbindung zwischen
der Bastie d’Urfé und dem Lignon ist dem Thema Liebe gewidmet, der Wege um Marcilly
dem Thema Krieg, Frieden und Freiheit. Ein jeder kann so seinen Astrée-Weg nach seiner Weise
erleben – als einfache Wanderung, als Familienspaziergang oder als möglichen Zugang zur Literatur
des 17. Jahrhunderts.

 


 
 

Von Goutelas auf den Gipfel des Montaubourg

 
 

Der Weg führt auf einen der ältesten Vulkane Europas, der oberhalb des Renaissanceschlosses
Goutelas liegt. Das im 14. Jahrhundert befestigte Haus in Hanglage, wurde im 16. Jahrhundert
ausgebaut. Im 18. Jahrhundert wurden die Dächer von dem italienischen Architekten Del Gabbio
umgebaut. Die Erbauer des Schlosses, Jean und Loïs Papon, inspirierten Honoré d’Urfé zur Figur
des Druidenpriesters Adamas, der in Goutelas seine Behausung hat. Vom ,Grabmal‘ Bélizars,
des Bruders von Adamas, auf dem Gipfel übersieht man die Ebene, ihre Teiche und Vulkankegel,
man erahnt den Verlauf des Lignon und das „Goldene Dreieck“, den erträumten und bis heute
weitgehend bewahrten Schauplatz der Schäfer der Astrée. Die Inschrift „Et in arcadia ego“
auf dem Grabstein erinnert an Poussins Gemälde von den Hirten, die das Grabmal entdecken
und die Aufschrift zu entziffern versuchen. Der Weg führt weiter durch Weinberge, vorbei an
Häusern, die in der für die Ebene typischen Stampflehmbauweise errichtet wurden.

 


 
 

Die Festung Marcilly

 
Der Weg der Königin Amasis führt um den mit Weinreben bepflanzten Vulkankegel der Festung
Marcilly, die, 1010 zum ersten Mal erwähnt, im 17. Jahrhundert auf Richelieus Anweisung
geschleift und im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Dieser Weg lässt alte Legenden,
Spuren neuerer Geschichte und die von Honoré d’Urfé in der Astrée erzählte Belagerung Marcillys
lebendig werden. Unterhalb der Schlosswälle, in der Ebene, hatte der Verräter Polemas seine
Armee gegen die Festung der Königin Amasis aufmarschieren lassen. Heute empfängt den
Besucher eine Raubvogelschau innerhalb der Befestigungswälle, eine Erinnerung an alte höfische
Jagd- und Kunstfertigkeiten.


 
 

An den Ufern des Lignon

 
Zwischen der Bastie d’Urfé, einem im 14. Jahrhundert bescheiden befestigten und später
zu einem Renaissanceschloß umgebauten Haus, in dem Honoré d’Urfé aufwuchs, und dem
Fluss Lignon breitet sich eine große Wiese aus. Von hier aus sieht man zwischen den Bäumen
die Silhouette des Priorats Montverdun. Der nahe Lignon erinnert an Celadons Sturz in die Fluten und die
Rettung des Schäfers durch die Nymphen Galathée, Silvie und Léonide. Eine neu angelegte
Erinnerungsstätte soll das „leere Grabmal“ zitieren, das Astrea ihrem verloren geglaubten
Geliebten Celadon errichten ließ. Zugleich soll damit das Gedenken an die Grabmäler der Dichter
in der Schäferliteratur und das unbekannte Grab Honoré d’Urfés wachgerufen werden.



 
 

 

 
 
Login | Visit Statistcs | Credits