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Die Weimarer Landschaft, ein Arkadien von heute?
Date Submitted: 30/07/2007 Date Last Modified: 31/07/2007

Fast zeitgleich mit der Anlage der ersten Partien in Tiefurt, begann Goethe seinen gerade erworbenen Garten in der Ilmaue ebenfalls nach den Prinzipien der neuen Gartenkunst umzugestalten. Ab 1778 bezog er weitere Teile der umgebenden Landschaft ein: unmittelbar vor den Toren der Stadt entstanden erste kleine, bestimmten Anlässen gewidmete Anlagen. Carl August setzte in der Folgezeit die Arbeiten fort. Wiesen, Felder, Gärten und Felspartien wurden nach künstlerischen Gesichtpunkten umgestaltet, so dass ab ca. 1790 der herzogliche Park als eine Art Gesamtkunstwerk erschien, dessen gestalterischer Höhepunkt das am westlichen Talhang erbaute Römische Haus war. Von dort aus öffnete sich der Blick auf die mit Bäumen und Büschen bestandene, von der Ilm durchschlängelten Flussaue, die den Eindruck einer zeitlos heiteren, unberührten Landschaft hervorrief.


Eine weitere Sommerresidenz der herzoglichen Familie, das Lustschloss Belvedere, befindet sich 3 km südlich von Weimar auf einer Anhöhe und ist ebenfalls von einem Landschaftspark umgeben. Hier existierte bereits seit 1728 eine barocke Anlage, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einen nachklassisch-romantischen Landschaftspark umgestaltet wurde. Zählt man das nördlich der Stadt gelegene Lustschloss Ettersburg mit seinem Park und den im Osten befindlichen herzoglichen Forst, das Webicht genannt, hinzu, so ist unschwer erkennbar, dass Weimar schon damals von einem „Kranz“ schöner Gärten, die in eine abwechslungsreiche, fruchtbare Landschaft eingebettet waren, umgeben war. Wie verschiedene Stadtpläne und Umgebungskarten aus den Jahren 1778 bis 1800 zeigen, war Carl August von Anfang an bestrebt, den herzoglichen Park – soweit es seine Mittel und Möglichkeiten erlaubten – auszudehnen und mit den anderen Sommerresidenzen durch einen Grünzug zu verbinden. Die vollständige Umsetzung dieser Idee allerdings blieb ein Wunschtraum.


Dennoch ist Weimar auch und vor allem durch diese Anstrengungen im 18. und 19. Jahrhundert eine Stadt im Grünen. Wo sonst gibt es wie hier einen direkten Zugang vom Stadtzentrum zum Landschaftspark, führen Wege, z.T. entlang der Ilm, gleichsam in jede Himmelsrichtung zu den Schlössern und Parkanlagen, die die Stadt umgeben. Die meisten Einwohner aber auch viele Gäste Weimars empfinden die enge Verbindung von städtischem Raum und gestalteter Landschaft, die Durchdringung von Stadt und Grün als ein außergewöhnliches Privileg städtischen Wohnens.


Früher wie heute werden Künstler und Intellektuelle von der besonderen Atmosphäre dieser Stadt angezogen. Doch Weimar ist kein Idyll. Weithin sichtbar kündet der Glockenturm der Gedenkstätte Buchenwald am Südhang des Ettersberges wie ein Menetekel von der Bedrohung für Freiheit und Humanismus nicht nur an diesem Ort.
1999, im Jahr von Goethes 250. Geburtstag, war Weimar Kulturhauptstadt Europas und präsentierte sich als interessante, weltoffene Kulturmetropole, deren Ausstrahlung in Europa und darüber hinaus wahrgenommen wurde.



Bürgerinnen und Bürger Weimars haben im Rahmen einer Umfrage ihre Gedanken zum Thema Weimar und Arkadien geäußert: hier ein einige Streiflichter der Befragung (die vollständig auf www.……einzusehen ist)

     


 
 
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