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»… ein Stück Arkadien ist hier«
Date Submitted: 30/07/2007 Date Last Modified: 31/07/2007

»die Welt in der Konservenbüchse«

Es ist diese Handlichkeit, die zugleich praktisch ist. Ich benutze manchmal eine Woche lang mein Auto nicht. Das andere ist das kulturelle Angebot, die Natur, die Landschaft, es ist die Vielfalt.
Peter Mittmann, Architekt, 68 Jahre

Weimar ist ein kraftvoller, spannungsgeladener Ort, der durch die Spannung fast zerspringt.
Sebastian Brandt, Student, 26 Jahre

»die Welt in der Konservenbüchse«
Es ist die Verbindung zwischen Kleinheit und Schönheit und auch Natürlichkeit auf der einen und residenzhafter Borniertheit auf der anderen Seite. Das, was diese Stadt geprägt hat, ist durchaus ambivalent – mit der großen Tradition, die damit verbunden war und noch auf das Engste verbunden ist.
Wolfram Huschke, Hochschullehrer, 60 Jahre


Der Stellenwert der Stadt in der Kulturgeschichte, in der Literatur ebenso wie in der Musik und in der bildenden Kunst – man denke nur an das Bauhaus –, aber auch in der politischen Geschichte. Ihre Ambivalenz, die Janusköpfigkeit. Die Parks, die Natur. Dass man hier leben kann, dafür sorgen in der Gegenwart beispielsweise die Musikhochschule und die Bauhaus-Uni, mit erfrischenden Ideen auch das ACC mit seinem Arkadischen Konsulat.
Christiane Weber, Journalistin, 49 Jahre

»weltoffen« und »kleinbürgerlich«
Weimar ist weltoffen so, wie es sich nach außen präsentiert, wie es in Erscheinung tritt, wie es sich vermarktet; und es präsentiert sich kleinbürgerlich in der Art und Weise, wie das geschieht, bis endlich Entscheidungen getroffen werden.
René Röthlich, Sparkassenbetriebswirt, 31 Jahre


»man hat so viel Platz zum Leben«

Viele kommen wirklich, um unter den Bäumen zu entspannen ... und es gibt den Park. Wenn man wirklich einmal die Nase voll hat, kann man dort durchatmen. Das ist schon eine tolle Sache.
Katharina Lüdde-Briolant

Ich sehe mich flanieren durch die Schillerstraße, bis zum Frauenplan, über den Marktplatz, am Resi vorbei zum Schloss mit dem Park … Dieses Bild ist es mit den angenehmen Farben der Stadt, dieses Gelb, Rot, Pastellfarbene, Warme, ... das Kaffeetrinken, draußen Touristen beobachten, .... Savoir vivre.
Lazaros Alkimos, Geograph, 38 Jahre


Es sind Ruhe, Vertrautheit – zum Beispiel im Hinblick auf meinen großen Freundeskreis. Zusammenhalt.
Davis Günther, Zierpflanzengärtner, 22 Jahre


Mir hat hier immer diese Balance zwischen Kleinstadt und Leben gefallen, turbulentes, buntes Leben und auch wieder die Ruhe, die ich hier finde … Mir gefällt sehr gut, dass Weimar eigentlich eine Stadt im Park ist.
Andrea Holz, Lehrerin, 45 Jahre

Die Gefühle Das ist wirklich schwierig, weil Weimar eine so große Vielfalt für mich hat – auch wegen der menschlichen Beziehungen, die ich hier pflege und die ich sehr schätze ... und da ist meine Arbeit, die immer mit Weimar zu tun hatte und noch hat, es sind die Kontakte zu Kollegen ... vielleicht aber auch einfach die Menschlichkeit dieser Stadt.
Dorothea Kuhn, Naturwissenschaftlerin, 83 Jahre

Heimatverbundenheit. Wir fühlen uns heimisch in Weimar. Weimar ist gerade deshalb liebenswert, weil es eine Ausgewogenheit zwischen alt und neu gibt.
Erich Senf, Fliesenlegermeister, 71 Jahre

Diese Stadt ist ja nicht groß und trotzdem hat man so viel Platz zum Leben ...
Vivien Sänger, Goldschmiedin, 34 Jahre


»etwas Gelbes, etwas Freundliches, Sonniges«

Die Stadt, architektonisch und auch landschaftlich, gibt den Rahmen: In diese sanften Hügel eingebettet, verbunden durch die Parks, die ja auch alle zu Fuß zu erlaufen sind – das ist an sich auch ein Vorteil von Weimar, es ist klein und überschaubar. Man kann also Vieles zu Fuß erreichen,
Jörg Rietschel, Tischler/Bürgermeister Tiefurt, 46 Jahre

In meiner Wahrnehmung ist Weimar eine Stadt mit sehr viel Grün. Allein das ist schon ein … Luxus. Ich kann im Park an der Ilm spazieren, nach Tiefurt fahren, wenn ich mich zurückziehen möchte, ich kann im Winter in Ettersburg Schlitten fahren …. Ich habe hier so viele bedeutende, schöne Schlösser und Parks um mich herum – die meisten größeren Städte wären froh, wenn sie eines/einen davon hätten.
Lutz Heinze, Niederlassungsleiter, 36 Jahre


Die Klassik hat die Umgebung mitgeprägt und zwar sehr stark, viel stärker als manchem bewusst ist.
Rosalinde Gothe, Germanistin, 79 Jahre

Etwas Gelbes, eine gelbe Häuserwand, bunte Blumen, etwas Freundliches, Sonniges.
Petra Meseck, Musikerin, 35 Jahre

… wenn ich auf dem Dachboden bei uns zu Hause die Wäsche aufhänge, dann kann ich dort aus dem Fenster schauen. Das ist ein gigantisch schöner Blick ... Es ist toll, dass Weimar so im Tal liegt, dass man diese Stadt wunderschön überblicken kann … Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Man kann von unserem Fenster aus Buchenwald sehen. Das ist für mich schon überraschend gewesen und auch schockierend, denn in Berlin habe ich immer im Geschichtsunterricht gedacht: Naja, vielleicht haben die Leute ja tatsächlich nicht gewusst, was da passiert. Aber man kann es sehen, und es war ja auch in dieser Stadt präsent.
Vivien Sänger, Goldschmiedin, 34 Jahre

»wo man seine Sehnsüchte Stück für Stück einlösen kann« 

Ach ich denke, Tiefurt ist eigentlich für mich so eine Art Arkadien … Also ich fühle mich in Weimar wohl, in Tiefurt jedoch besonders … .Ich denke, ein Stück Arkadien ist hier in Tiefurt.
Jörg Rietschel, Tischler/Bürgermeister Tiefurt, 46 Jahre

Mein Arkadien ist in meinem Kopf.
Pierie Briolant, Gastronom/ Architekt, 47 Jahre

Dieser Arkadiengedanke, dieses tiefere Bewusstsein für unsere Umwelt, dafür steht für mich Weimar. Aber dann denke ich sofort, dass dieser Konkurrenzkampf, in dem sich die Menschen auch hier verlieren, den sie verbissen und mit Bitterkeit führen, einfach schrecklich ist.
Emanuele Bertagnolli, Koch, 36 Jahre

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch – gerade in der heutigen Zeit – eine Sehnsucht nach Idylle und Glückseligkeit in sich trägt, dass man, je stärker man durch den Beruf belastet wird, je mehr Einflüsse auf einen einstürmen, man sich einen Ort – und wenn es nur ein Ort in sich selbst ist –, einen Ruhepunkt sucht, wo man auch wieder zu sich selbst finden kann. Und das ist ein Angebot, das Arkadien bietet.
Bernhardt Post, Archivar, 53 Jahre


Und dann wird das gesuchte Arkadien, wo man seinen Sehnsüchten nachhängen könnte, zu einem Arkadien, wo man seine Sehnsüchte Stück für Stück einlösen kann, in sich selbst.
Anne-Katrin Altwein, Künstlerin, 46 Jahre

ARKADIEN verblasst – seltsamerweise, je reifer der Mensch für die Insel, je süchtiger er nach der heilen Welt ist. Warum? Aus Reiseerfahrung? Arkadien, ein karges Hochland, hat wenig Ähnlichkeit mit der geträumten Idylle. Aus der Traum auch vom einfachen Leben. Es beschert vor allem Plackerei. Oder ist die griechische Wurzel des Baumes Europa längst abgestorben, die den Römer Vergil genährt hat, die selbst Novalis noch das Et in Arcadia ego nachsingen lässt:Auch ich bin in Arkadien geboren, allerdings dem Klassikfreund August Wilhelm Schlegel zu Ehren. Wenig zuvor hatte Schiller das gleiche Bekenntnis bereits als Resignation abgetan: Auch ich war in Arkadien geboren / Doch Tränen gab der kurze Lenz mir nur. Ausgangs des achtzehnten Jahrhunderts endete eine Epoche, und die Erweckungsversuche des neunzehnten fielen letztlich der Faktenkälte des industriellen Zeitalters anheim.

ARKADIEN verblasst – vielleicht, weil mit einem immer weiteren Horizont andere Sehnsuchtslandschaften ins Bewusstsein gerückt sind. Wie war es doch mit dem MORGENLAND – Elysium der Leidenschaften, Spezereien und der Gottversunkenheit? Warf nicht jenes neunzehnte Jahrhundert sich ihm zu Anfang beherzt in die Arme, mit Rückert und Platen, Goethe und der Günderode?

Genug der verfehlten Wünsche, der irregeleiteten Hoffnung. Mein Arkadien ist dürr, mein Morgenland arm. Mururoa und Bikini sind atomverseucht. Jeder Fleck Erde ist jemandes einzige Bleibe. Wir bleiben hier.

Gisela Kraft, Schriftstellerin, 70 Jahre

 
 
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