Geschichte von Arkadia

Arcadia


Pelopones in der AltzeitArcadia ist, historisch und archäologisch her gesehen, einer von den wichtigsten Bereichen Griechenlands.

Die Arkaden sind nach Erodotos (Erod. H'73), die ältesten Bewohner von Peloponnese. Erster König und Gründer des Landes war Pelasgos, deshalb werden die Arkaden auch 'Pelasgi' genannt. Nach einer Tradition war Pelasgos Sohn von Zeus und Niove. Nach einer anderen Tradition war er König von Argos und nach einer dritten war er Sohn von Poseidon, Bruder von Achaios und Fthios. Pelasgos ist nach dem arkadischem Mythos "aus der Erde herausgekommen" und wurde zum Genarch der Menschen "bevor der Mond auftratt". Deshalb werden die Arkaden auch "Proselinii" oder "Proselinäi" ("Vormondliche") genannt.

Die Arkaden selbst, waren in der alten Zeit sehr stolz darauf, daß sie keine Auswanderer, wie die anderen Griechen waren. Die Mythologie sagt ebenfalls, daß die meisten Götter der alten Zeit in den arkadischen Bergen geboren wurden. Arkadia war zuerst als Apia bekannt und danach als Pelasgia, Namen die im ganzen Peloponnese gegeben wurden. Später nannte man das Land Arkadia, nach dem Sohn von Kallisto (Tochter des Lykaonas), den Arkadas.

Gemeinde der ArkadenDie Arkadia der vorankommenden historischen Jahren, wie auch die der Zeit von Pavsanias, war geografisch nicht wie sie heute ist. Ihr Umfang war bis zu den Bergen von Zentral-Peloponnese, und sie war auch größer als die letzte. Sie umfasste ein großes Teil der heutigen Süd-Achaia (Bereichen von Kalavrita, Louson, Klitoria, den Gebirgen Aroania, den Bereich von Psofida und den Berg Afrodisio), ein Teil der westlichen Korinthia (Bereichen von Feneos und Stymfalia, Berg Kyllini und den Bereichen von Skotini und Aleas) und den heutigen Teil der südwestlichen Ilia (Bereichen von Alifiras, Figalias und Vasson, Thisoas von Lykeos und den Bereich der heutigen Andritsena). Arkadia war nicht vom Meer umbegen und sie enthielt nicht das größte Teil der heutigen Kynouria. Ihre Grenzen waren: östlich mit Thireatida in den Bereich von Ano Doliana, südlich mit Lakonia in den Bereichen von Vourvouros, Iasos, Kaltezon und Ägyos, und südwestlich mit Messinia in den Bereichen von Chirades, Chranon und dem Tal des Flußes von Neda.

Die Arkaden waren in Stammen getrennt und sie wirken fürs erstes Mal als eine Einheit im Trojanischem Krieg (Iliada B' 603-614), wo sie mit Führer den König von Tegea, Agapinoras, teilgenommen haben. Die Arkaden waren keine Seemänner, deshalb benutzten sie die Schiffe, die ihnen Agamemnonas gegeben hatte. Während ihrer Rückkehr aus Troja, ging Agapinoras Richtung Zypern, wo er im Bereich von Pafos eine sehr wichtige arkadische Kolonie gegründet hat.

Die Arkaden haben auch in den Kämpfen der Messiniern gegen den Spartiatern teilgenommen. Die Spartiatern wollten damals das arkadische Land fürs sich haben, konnten aber es nicht erobern, weil die Arkaden eine große religiöse und stammliche Verbindung hatten, auch wenn sie manchmal Meinungsverschiedenheiten hatten.

Pelopones im MittelalterAnfang der historischen Jahren, verbindeten sich viele Besiedlungen und so gründeten sich die großen arkadische Städte: Mantinia, Tegea, Figalia, Orchomenos, Asea, u.a. Nach dem Peloponessischem Krieg waren sie unter der Herrschaft von Sparti, aber nach dem Kampf in Levktra und dem Untergang der Spartiatischen Herrschaft, konnte man wieder die Einigkeit der Arkaden sehen. Sie gründeten die "Arkadische Gemeinschaft" mit Sitz in Megalopolis und wurden Mitkämpfer der Thibäen.

Wenig spater gingen sie mit den Mazedonern zusammen, haben aber im Kampf von Cheronia (338) eine neutrale Haltung gezeigt. Wegen der Rivalität der zwei großen Städten Tegea und Mantinia, spaltete sich die "Arkadische Gemeinschaft" und die Städte verbindeten sich, auch wenn sie es nicht wollten, mit der  Staatsgemeinschaft von Achaia, damit sie später das gleiche Glück mit den Bewohnern von Achaia haben.

Nach Korinthos' Zerstörung von Mommius in 146 v.Chr., auch wenn wenig später die fünfte Arkadische Staatsgemeinschaft gegründet wurde, begannen die Arkaden zu verfallen. Langsam aber sicher ging das Land immer tiefer bis es letztlich ganz verlassen wurde, hauptsächlich nach den Attakierungen von Alarichos (395 n.Chr.). Die slavischen Attakierungen veränderten die ganze Ansicht des Bereichs, der wenige Jahrhunderte später in der Herrschaft der Franken sehr einfach gelang, denn die Franken hatten nur den schwachen Widerstand von Voutsaras Doxapatris in der Festung von Araklovos begegnet.

Die Franken trennten Arkadia in fünf Baronien und organisierten ihre Sicherheit in dem sie viele Festungen gründeten. Andronikos Paleologos befreite sie von den Franken (1330), aber in den letzten byzantinischen Jahren wurde sie von vielen Albanern bewohnt und letztlich, 1458, wurde sie von den Türken erobert.

Während der Revolution von 1821, war Arkadia das Zentrum vieler Kämpfe, wo Th. Kolokotronis mit seinen Soldaten sehr viele und glänzende Siege gegen den Türken zu zeigen hatte. Die Belagerung und Eroberung von Tripolitsa und viele historische Kämpfe, wie die Siege in Valtetsi, in Vervena und in Doliana, waren sehr wichtige Ereignisse, die den Befreiungskampf beeinträchtigt haben.


άbersetzung (Translation): Psarras Konstantinos, Nόrnberg, Deutschland

Letzte Änderung: 07/10/2002


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